Moinst!

Ich wusste ja schon immer, dass die people vonne Insel ganz merkwürdige Leggereien zu sich nehmen. Die wahren Gaumenfreuden könnte man dort nicht unbedingt erleben, wurde mir desöfteren von Inselbereisten zugetragen.
Das stimmt nicht !!! Die alten Insulaner haben sehr wohl einige exklusive und besonders delikate Gerichte in petto, wie ich auf meiner letzten Reise durch die Loweruplands und die Upperlowlands bemerken musste. In einem kleinen Dorf, namens "Pimmeltonbetweenupperlowlandsandloweruplands", in einem nur allzu urigen Pub, namens "Donīt lost your prick Inn", wurde ich, zur Freude meiner eingetrockneten Geschmacksknospen, eines besseren belehrt. Ich sah wohl ziemlich ausgehungert aus, welches den alten, harzigen Wirt dazu veranlassen liess, mir eine wahrlich schmackhafte Mahlzeit feilzubieten. Ich schlug ein ohne zu fragen "What?", und widmete meine Aufmerksamkeit erstmal einer Pulle Whisky, welche ich mir genüsslich hinter den Knorpel schüttete. "Ja, eiverpipsch, was sehen meine entzündeten Augen?", dachte ich wohl als man mir eine herrlich duftendes Arrangement von Nahrung vor die Nase setzte. "Das sieht mal richtig anständig aus!", dachte ich wohl auch noch. Nicht faul, holte ich noch schnell die Quicksnap heraus, um in allerfeinster Tourimanier, diesen kulinarischen Höhepunkt für die Ewigkeit festzuhalten. Meine Speichelproduktion stieg derweil auf siebzehn über NN ( ich musste schon ordentlich schlucken, sonst wäre ich vielleicht ertrunken ).
Nun konnte ich nicht mehr an mich halten. Messer in die Linke, Gabel in die Rechte, schnitt ich mir erstmal ein Stück von diesem komischen, unförmigen Fleischdings ab und schob es mir zwischen die Zähne. Erst kaute ich ein wenig verhalten auf diesem leicht knorpeligen, etwas steifem Stückchen herum und war schon fast ein wenig enttäuscht, als sich meine Knospen öffneten, und sich ein herrlicher rossiger, würziger, öliger, etwas fischiger und auch ein wenig harziger Geschmack über Zunge und Gaumen ergoss. Als nächstes machte ich mich an den unteren Teil des Gerätes heran. Mit der Messerspitze vorsichtig in eine der etwa fasaneneiergrossen Verdickungen gepiekts, ergoss sich daheraus eine trübmilchige, sämige Sosse, die zusammen mit Pfannekuchen und Himbeergelee unbeschreibliche Geschmacksorgien bereitete. Mmmmh, das war wohl das Beste an der ganzen Fleischsonde. Bissen für Happen verschlang ich förmlich (meine Geschmacksknospen tanzten mittlerweile Pogo) dieses fantastisch, leggere Gericht, und spülte es mit einer Tasse Kaffee (natürlich mit `nem ordentlichen Schuss Whisky verfeinert) herunter.
Wahrlich ich sage euch, dies war mit Abstand das köstlichste und deliziöseste was meine, seit dem völlig verückt spielenden Geschmacksknospen, erleben durften. Ich danke dem lieben Gott mindestens sechs mal täglich (vor und nach den Mahlzeiten) dafür, dass er mir dieses kulinarisch-phänomenale Ereignis ermöglicht hat. Leider wollte mir der alte, harzige Wirt nicht das Rezept verraten, geschweige denn sagen von welcher Kreatur dieses Stück Fleisch denn stamme. Auch die anderen Dorfbewohner die ich befragte kicherten bloss oder redeten um das heisse Ei herum.
Und genau deswegen wende ich mich jetzt an euch liebe Tittengesichter. Selbst Johannes Lafer, Alfred Biolek und Dr.Oetker konnten mir bislang nicht weiter helfen und grinsten sich nur einen. Wen oder was hab ich da eigentlich gegessen und wo kriege ich das Rezept her?

Ich glaube steif und fest daran, dass ihr mir helfen könnt. Wenn dann lad ich euch natürlich auch zum Essen ein.

Euer Gallotto