Mußte es wirklich soweit kommen?

Erschreckendes Bildmaterial ereilte mich nun aus den tiefen Kanadas. Das dort mit der Umwelt schon lange nicht mehr alles koscher ist, weiß man ja seit langen, aber über die verheerende Ausmaße der Begleiterscheinungen, die unser achtloser Umgang mit Mutter Erde nachsichzieht, konnte sich bisher kaum jemand ein Bild machen. Zuerst erweckte dieses Bild in mir den Gedanken, das dieses kleine Knuddeltier vielleicht einfach nur dumm war, eben dumm geboren, dumm gestorben, oder einfach nur dumm gelaufen.

Bild: Biber Nein, in Wirklichkeit ist dieses kleine Schicksal viel verworrener als ich zuerst annahm. Jahrelang ernährte sich dieser Biber von einer nahegelegenen Müllhalde, dort fand er alles, was ihm glücklich machte, das reinste Schlaraffenland. Schon zum Frühstück Fast-Food, runtergespühlt mit Coca-Cola, zwar alles schon etwas gammlig, aber sicherlich besser als tagein, tagaus Ahornrinde oder Birkenstämme. Schnell war auch ein neues Eigenheim gebaut, alles aus erstklassigen Materialien. Außenwände aus 1a Wellpappe (prima gegen kalte Wintertage) und die Bedachung aus entsorgten Asbestplatte trotzte jeder Witterung.
Mit diesen neuen Reichtum ausstaffiert, ließ natürlich auch das Liebesglück nicht lange auf sich warten. Vorher noch vom Biberweibsvolk verspottet (Penislänge lediglich 2,7cm), ging er jetzt mit ganz neuen Qualitäten ins Biberliebesrennen und belegte bei Umfragen unter den weiblichen Artgenossinnen schnell Rang eins. Doch die Idylle hielt nicht lange. Eines Tages kamen sie, ohne Voranmeldung. Diese arroganten Arschgesichter von Greenpeace (unter Bibern nur noch Greenfies genannt) meinten doch tatsächlich, hier mal richtig aufräumen zu müssen, entsorgten die Lebensgrundlage dieses gut funktionierenden Biotops mit Recyclingprogrammen, Wiederaufforstung und Rückgewinnung alter Lebensgrundlagen.
Diese studierten Unwissenden haben ja keine Ahnung, was sie mit ihren Tun und Handeln angerichtet haben. Freund Biber jedenfalls, nun jeglicher Lebensgrundlagen entzogen, wählte den Freitod durch Baumschlag. Mußte es wirklich soweit kommen?
Belassen wir doch die Natur wie sie ist, sie hilft sich schon selbst.